Upgrade der Kälteanlage während der aktuellen Umbauphase am CERN

Am 03. Dezember 2018 hat der zweijährige Unterbruch des Large Hadron Colliders LHC am CERN in Genf begonnen. In dieser Zeit wird der LHC abgestellt, um Bauteile zu revidieren oder auszutauschen und sein Energieniveau anzuheben.

Der jüngste Beschleunigerring am CERN, der LHC, hat 27km Umfang, 1.9 K Betriebstemperatur und liegt in 100m Tiefe. Das High Luminosity LHC (HL-LHC) ist ein Projekt zur Leistungssteigerung des LHC, um den wissenschaftlichen Fortschritt aufrechterhalten zu können. Im Rahmen des HL-LHC-Projekts werden die LHC-Kälteanlagen einem Anstieg der Wärmelasten erfahren und müssen entsprechend erweitert oder umgebaut werden.

In diesem Gesamtkontext finden diverse Umbauten von 2019-2021 statt. Insbesondere am Punkt 4 wird der Beitrag der Linde Kryotechnik für die Zukunft benötigt. Die dort installierte Kälteanlage aus dem Jahr 1993 stellt aufgrund ihrer Doppelaufgabe einen Kapazitätsengpass dar. Sie kühlt den LHC Ringabschnitt zwischen Punkt 3 und 4 sowie die supraleitenden RF-Kavitäten am Punkt 4. Die Kälteanlage wurde bereits für den LEP200 und den LHC umgebaut. Sie eignet sich zum dritten Mal an die wachsenden Bedürfnisse des HL-LHC angepasst zu werden. Das beeindruckt. Der anstehende Umbau wird die Kapazität der Kälteanlage um weitere 2 kW von 16,5 kW auf 18,5 kW @ 4,2 K äquivalente Kälteleistung erhöhen. Verantwortlich für die Leistungssteigerung werden neue, effizientere Turbinen sein, deren grössere Dimensionen entsprechende Umbauten auf und in den Coldboxen sowie beim angrenzenden Zubehör nach sich ziehen.

Eine Linde Kryotechnik Kälteanlage, die zu Betriebszeiten der Kühlung der Crab Cavities diente, übernimmt für die LHC Umbauzeit eine andere Aufgabe am Punkt 4. Entsprechend wurde sie transportabel konzipiert. Die mobile Ausführung dieser Kälteanlage wurde von Linde Kryotechnik, auf speziellen Wunsch des CERN, im Jahr 2016 entwickelt und gebaut, um während der zweijährigen Umbauphase die RF Kavitäten an Punkt 4 zu testen und später an den Ursprungsort zurückzukehren.

In Meyrin, der Zentrale des CERN, wird eine weitere neue Kälteanlage mit 35 g/s @ 4.2 K im Jahr 2019 ausgeliefert. Hier sollen Tests mit neuen Magneten, Kavitäten und Modulen durchgeführt werden, die für zukünftige, stärkere Strahlenbündel vorgesehen sind. Nur so wird HL-LHC den wissenschaftlichen Anforderungen bis 2033 gerecht werden können.

Mit diesen Projekten stellt Linde Kryotechnik ein weiteres Mal seine umfangreichen Fähigkeiten unter Beweis. Egal ob mehrfacher Umbau, flexibles Design oder neue Anwendung – Linde Kryotechnik unterstützt ihre Partner mit der jeweils geeigneten Lösung.

Guildford, UK, 1 März 2019 – Heute, Linde plc (NYSE:LIN; FWB:LIN) gab bekannt, dass die Beschränkungen der US-amerikanischen Federal Trade Commission nach Abschluss bestimmter erforderlicher Desinvestitionen in den USA aufgehoben wurden.

Das Unternehmen wird nun sein Geschäft weltweit vollständig integrieren.

Über Linde plc

Linde ist ein führendes Industriegase- und Engineeringunternehmen mit einem Pro-forma-Umsatz von 28 Mrd. USD (24 Mrd. EUR) im Jahr 2018. Das Unternehmen beschäftigt weltweit ca. 80.000 Mitarbeiter und bedient Kunden in mehr als 100 Ländern der Erde. Linde liefert innovative und nachhaltige Lösungen für seine Kunden und schafft Mehrwert für alle Beteiligten. Das Unternehmen macht unsere Welt produktiver, indem es Produkte, Technologien und Dienstleistungen entwickelt, die die wirtschaftliche und ökologische Leistung seiner Kunden in einer vernetzten Welt verbessern und ihnen ermöglicht, ihre Betriebskosten zu senken und die Effizienz zu steigern.

Für weiterte Informationen über das Unternehmen besuchen sie bitte www.linde.com

Kontakte
Investor Relations
Juan Pelaez
juan_pelaez@praxair.com
Tel: +1 203 837 2213

Media
Richard Rigby
richard.rigby@linde.com
Tel: +44 20 3755 1621

Ingenieure, Informatiker und technische Nachwuchskräfte nutzen die Karriere- & Weiterbildungsmesse advanceING um attraktive Arbeitgeber, Bildungsanbieter und Recruiting-Experten zu treffen.

Der Schweizer Arbeitsmarkt ist in Bewegung – das war an der advanceING am 9. Oktober 2018 deutlich spürbar. Der Veranstaltungsort in der Halle 622 am Bahnhof Oerlikon füllte sich rasch mit Stellensuchenden. Erfahrene Berufsfachleute und Berufseinsteiger nutzten die Gelegenheit renommierte Arbeitgeber näher kennenzulernen.

AdvanceING Halle 622

Von morgens bis abends besuchten findige Ingenieurgeister unseren Stand, um die Chancen im hochqualifizierten Team der Linde Kryotechnik zu evaluieren. Karriere-Perspektiven wurden diskutiert und zahlreiche Gespräche geführt, qualifizierte Dossiers wurden anvertraut und Visitenkarten ausgetauscht.

Stand der Linde Kryotechnik an der AdvanceIng 2018

Dass Linde Kryotechnik an Zukunftsprojekten einen essenziellen Teil beiträgt, zeigte am frühen Nachmittag der Vortrag von Umberto Cardella „Wie wird Wasserstoff wirtschaftlicher“. Er erklärte den technischen Hintergrund für die Zukunft der Wasserstoff-Anwendung und gewährte dem konzentrierten Publikum Einblicke in seine Tätigkeit.

Präsentation Umberto Cardella (Linde Kryotechnik)

Nach einem erfolgreichen Messetag stand der Geschäftsführer Robert Eichelmann (links im Bild) gerne zur Befragung zum Verlauf des Messetages und die Wichtigkeit für Linde Kryotechnik Rede und Antwort.

v.l.n.r. Robert Eichelmann (CEO Linde Kryotechnik AG), Marco Veri (Dr. Schmidt & Partner)

 

Abkühlung für das riesige Neutronenmikroskop

  • Im südschwedischen Lund baut ein Zusammenschluss europäischer Staaten eine der weltweit größten Forschungseinrichtungen: die Europäische Spallationsquelle (ESS).
  • Die stärkste Neutronenquelle der Welt macht die ESS zum gigantischen Labor, in dem Wissenschaftler aus Bereichen wie den Material- und Energiewissenschaften, Gesundheit und Umwelt forschen werden.
  • Ohne ausgeklügelte und leistungsfähige Kühlsysteme könnte die Spallationsquelle nicht funktionieren. Linde Kryotechnik hat die notwendigen kryogenen Teile, wie zum Beispiel zwei, jeweils einzigartige, Coldboxen.

Langsam rollt der schwere Tieflader über die riesige Baustelle in Lund, ihn erwarten bereits zwei Fahrzeugkräne mit langen Teleskoparmen. Die wertvolle Fracht des Tiefladers sieht aus wie ein weißer Zeppelin, 10 Meter lang und 3,5 Meter im Durchmesser. Es ist eine Coldbox, eine Kühlkammer, in deren unspektakulärer Hülle eine Menge ausgeklügelter Technik steckt. Sie kühlt Teile der leistungsstärksten Neutronenquelle der Welt auf Temperaturen um die 16 Kelvin herunter, das sind minus 257 Grad Celsius. Entwickelt wurde das komplexe Einzelstück bei Linde Kryotechnik im Schweizerischen Pfungen. Nach einer langen Reise durch Europa ist die 40 Tonnen schwere Coldbox im September 2018 an ihrem Ziel angekommen, auf der Baustelle der Europäischen Spallationsquelle (ESS).

Die ESS ist ein europaweites Wissenschaftsprojekt und gehört zu den weltweit größten Forschungseinrichtungen, die sich gegenwärtig im Bau befinden. Tausende von Wissenschaftlern werden hier Experimente durchführen, um aktuellen und zukünftigen Fragen unterschiedlichster Disziplinen auf atomarer oder molekularer Ebene auf den Grund zu gehen. Die Forschungsbereiche umfassen Material- und Energiewissenschaften, Medizin und Umweltforschung. Linde Kryotechnik, der führende Anbieter von kryogenen Systemen für Forschungseinrichtungen wie CERN und Fermilab, hat die beiden großen kryogenen Systeme für das komplexe Kühlsystem der ESS geliefert. „Insgesamt haben wir drei verschiedene Helium-Coldboxen”, sagt Philipp Arnold, Leiter für die Kryotechnik der ESS, „zwei für den Betrieb der Neutronenquelle und eine Testanlage für die Prüfung von Geräten und die Bereitstellung von flüssigem Helium für die Neutroneninstrumente.“ Nicht nur die zwei Coldboxen für den Betrieb stammen von Linde Kryotechnik, auch das dazugehörige Kühlsystem – einschließlich Kompressoren, Ölabscheidesystem (ORS), Gasmanagement-Panel (GMP) und mehr – wurde vom Schweizer Engineering-Spezialisten entwickelt und geliefert. Gemäß ihren unterschiedlichen Aufgaben sind die Coldboxen Einzelstücke, individuell entwickelt und gefertigt. Die ESS arbeitet in zwei Stufen, die jeweils eine maßgeschneiderte Kälteanlage benötigen: eine für die Beschleunigung der Protonen und eine für das Abbremsen (Moderieren) von Neutronen. Dementsprechend heißen die kryogenen Anlagen ACCP (Accelerator Cryogenic Plant) und TMCP (Target Moderator Cryogenic Plant).

 

Es beginnt mit Protonen

Für die experimentelle Infrastruktur von Teilchenbeschleunigern sind zuverlässige Kühlsysteme elementar. Der Grund hierfür ist der Beschleunigungsprozess. „Um Neutronenstrahlen für die Wissenschaftler zu erhalten, müssen wir zunächst einen starken Strahl elektrisch geladener Teilchen erzeugen, in unserem Fall Protonen“, so Julia Öberg, Pressesprecherin der ESS. Elektrisch geladene Teilchen beschleunigen in elektromagnetischen Feldern. Neutronen allerdings sind, wie der Name schon sagt, elektrisch neutral und lassen sich daher nicht durch elektromagnetische Felder beeinflussen. „Die Aufgabe des ESS-Beschleunigers besteht also darin, einen starken Protonenstrahl zu erzeugen und ihn gegen eine rotierende Zielscheibe aus Wolfram zu schießen“, erklärt Öberg. „Das neutronenreiche Schwermetall Wolfram setzt Neutronen frei, sobald die Protonen auf das Ziel treffen. Dieser Prozess wird dann als Spallation bezeichnet.“ Die Neutronenstrahlen sind für Wissenschaftler äußerst nützlich, da sie die Untersuchung von Materialien ermöglichen, die andere Informationen liefern als Experimente mit Elektronen- oder Synchrotronstrahlung.

Die Beschleunigung der Protonen auf die für den Spallationsprozess erforderliche Geschwindigkeit – etwa 96 Prozent der Lichtgeschwindigkeit – bedarf starker elektromagnetischer Felder. Diese werden von supraleitenden Hohlraumresonatoren erzeugt. Supraleitung bedeutet, dass der elektrische Widerstand durch extreme Kälte verschwindet. Dafür müssen die Hohlraumresonatoren mit suprafluidem Helium gekühlt werden, das dann eine Temperatur von 2 Kelvin, also minus 271 Grad Celsius haben muss. Genau hierfür benötigen die Ingenieure die erste Coldbox von Linde Kryotechnik: Die Accelerator Cryogenic Plant (ACCP). Diese kam bereits Anfang August 2017 auf der Baustelle in Lund an.

 

Ein Riese geht durch das Nadelöhr

Mittlerweile, ein Jahr später, hängt die zweite Coldbox, die TMCP, an zwei Kränen. Die beiden Fahrzeugkräne stehen vor dem Tor an der Seite der länglichen „Klystron Gallery“, die entlang des Beschleunigertunnels verläuft. Da die TMCP zu groß ist, um auf dem Anhänger in das Gebäude gebracht zu werden, muss sie entladen und auf kleine Rollen gelegt werden. Hierfür senken die Kranführer den 40 Tonnen schweren Zylinder langsam ab und setzen ihn vorsichtig auf die Rollen. Ob die Anlage die Prozedur unbeschadet übersteht, ist eine Frage von Zentimetern. Dank ihrer Erfahrung schaffen es die Arbeiter, den Zylinder sicher auf den Rollen abzustellen. Unterstützt von einem Gabelstapler ziehen sie die Coldbox in die Halle und durchqueren den Dschungel aus Rohrleitungen, Maschinen, Messgeräten und mehr. In diesem engen Geflecht ist das eine Frage von Millimetern. Die Arbeiter brauchen daher einen ganzen Tag, um die Coldbox an ihren Platz zu bringen, neben ihre große Schwester, die ACCP.

Auch wenn sich die zwei Kühlanlagen auf den ersten Blick ähneln, erfüllen sie beide komplett andere Aufgaben. Die ACCP kühlt den Beschleuniger, damit dieser die Protonen besser beschleunigen kann und diese mit einer höheren Geschwindigkeit auf ihr Ziel treffen. Durch das Auftreffen auf das Wolfram auf der „Zielscheibe“ werden dann die Neutronen freigesetzt. „Um diese Neutronen für die Wissenschaft nutzbar zu machen, werden sie durch die ausgeklügelten Wasserstoffmoderatoren der ESS verlangsamt. Diese Moderatoren werden durch die zweite Coldbox, die Target Moderator Cryogenic Plant (TMCP), gekühlt“, erklärt Öberg. Je kälter die Teilchen werden, desto langsamer passieren sie die Moderatoren.

 

Enge Zusammenarbeit und Austausch von Wissen

Selbst für ein hochspezialisiertes Technologieunternehmen wie die Linde Group ist die Konzeption eines Kühlsystems für ein so komplexes Projekt kein Alltag. „Man kann eine solche Coldbox nicht einfach so bestellen“, sagt Philipp Arnold. Daher war Linde Kryotechnik bereits frühzeitig in der Konzeptionsphase eingebunden. Lars Blum, Head of Sales & Business Development bei Linde Kryotechnik, beschreibt die Zusammenarbeit mit Ingenieuren und Wissenschaftlern von ESS als „eine enge Partnerschaft mit einem kontinuierlichen Informations- und Wissensaustausch“.

Die enge Partnerschaft ist enorm wichtig, wenn es um anspruchsvolle Details und Sonderwünsche geht. „Eine besondere Herausforderung war es, eine hohe Effizienz über alle Leistungsstufen und Ausbauphasen zu erreichen“, erklärt Blum. Eine zusätzliche Hürde stellt der Abstand zwischen der TMCP und dem Ziel dar. Da sie 300 Meter voneinander entfernt sind, brauchen die Gasmoleküle mehrere Minuten für den Weg vom Zielort zur Coldbox. Um schnell auf Veränderungen von Druck, Durchfluss oder Temperatur an der Zielstation reagieren zu können, haben die Ingenieure von Linde und ESS ein spezielles Steuerungskonzept entwickelt. So können sie mit der verzögerten Reaktion des Systems umgehen.

 

Die Hälfte ist geschafft

Mit der Ankunft der zweiten Coldbox in Lund ist die Arbeit von Linde noch lange nicht vorbei. „Es dauert mehrere Monate, wenn nicht sogar ein Jahr, bis wir das Kühlsystem komplett installiert haben”, sagt Arnold. Hierzu müssen die Ingenieure und Techniker unter anderem ein komplexes Gewirr aus Rohrleitungen und Ventilen fachgerecht anbringen. Deshalb bleibt eine kleine Gruppe von Linde-Ingenieuren während der Installation, Inbetriebnahme und Prüfung vor Ort.
Doch nicht nur am Kühlsystem laufen die Arbeiten, sondern auch das gesamte ESS-Gelände ist noch eine riesige Baustelle. „Bislang haben wir 52 Prozent der Baumaßnahmen abgeschlossen“, sagt Julia Öberg.

Für das Jahr 2019 stehen die Installation und Inbetriebnahme des technischen Equipments in verschiedenen Teilen der Anlage auf dem Plan. 2023 sollen die ersten Wissenschaftler mit ihren Forschungsarbeiten an der ESS beginnen. Dann sind die optimalen Rahmenbedingungen für multidisziplinäre Forschung und wissenschaftliche Durchbrüche gegeben – gekühlt von Linde.

 

Höhere Energiedichte, längere Entladungen

wie geplant wurde die zweite Versuchsreihe des weltweit grössten Fusionsexperiment des Stellarator-Typs Wendelstein 7-X vor Weihnachten 2017 abgeschlossen. Alle Komponenten liefen ohne Fehler und ermöglichten es den Wissenschaftlern bei bis zu 75 MJ den Plasmabetrieb für 30 s aufrecht zu erhalten.

Der dritte und letzte Teil der geplanten Versuchsreihe soll im Juli 2018 starten und die Möglichkeit des Dauerbetriebs eines Stellerators nachweisen.

Lesen Sie den Newsletter in voller Länge auf der Homepage des IPP und informieren sie sich hier über den Beitrag der Linde Kryotechnik zum Wendelstein 7-X Projekt.

General Atomics veröffentlichte im November 2017 einen Artikel, der die Leistung seiner ITER-Testanlage beschreibt und Lieferanten qualifiziert. Dieser Artikel zeigt, dass Linde Kryotechnik bereits zum zweiten Mal erfolgreich eine Kälteanlage für das ITER-Projekt entworfen, produziert, installiert und in Betrieb genommen hat.

K. SCHAUBEL schreibt über die Lieferung der Kälteanlage für General Atomics:
(Artikel nur in Englisch erhältlich)

3.4. Cryogenic system

The cryosystem provides a thermal environment for stable operation of the feeder and CSM during final test. It must cool and warm the 120-t cold mass of the CSM and its support structure in a controlled manner to prevent large thermal stresses. The cool down rate from 300 K to 80 K is limited to ≤1 K per hour, and the maximum temperature difference between the CSM inlet and outlet is limited to 50 K. Below 80 K, there is no thermal stress limitation so cooldown is limited only by the refrigeration capacity of the cryosystem. The calculated cooldown time of the cryosystem and CSM is 14 days. During steady state operation, the cryosystem provides 4.5 K supercritical helium to the CSM at a flow rate of 320 g/s and a pressure of 0.55 MPa. This flow rate corresponds to the ITER operational flow rate of 8 g/s per CSM layer. The calculated heat loads to 4.5 K include 92 W from the test chamber, 70 W from the Feeder and a 100 W allocation for electrical joint losses. In addition, the cryosystem provides 50 K helium gas to cool the HTSCLs and liquid nitrogen to cool the CSM and feeder thermal shields and cold mass support structures. The cryosystem coldbox and compressor installation is shown Fig. 5.

Fig. 5. Cryogenic compressor and coldbox installation

The system was designed and manufactured by Linde Cryogenics. The design combines a standard refrigerator and supercritical helium recirculator in one coldbox. The refrigerator uses liquid nitrogen precooling and two turbine expanders to produce and maintain liquid helium in an internal 380l subcooler/heatexchanger, which operates at 4.3 K and 1.10 bara. The recirculator produces 350 g/s of supercritical helium flow at a pressure of0.55 MPa to the feeder in a secondary cooling loop. The helium in the recirculator loop is re-cooled to 4.5 K as it passes through the subcooler/heat exchanger.

Liquid nitrogen is supplied from a 23,000 l tank which is batch filled. Helium inventory is managed using two gas buffer tanks with a combined volume of 225 m3. The buffer tanks operate between a pressure of 0.15 MPa and 1.4 MPa depending the system condition.

Installation, commissioning and acceptance testing of the cryosystem is now complete. The system exceeded all performance requirements during extended testing into a dummy load located at the connection point of the feeder. The system produced a super-critical helium mass flow of 340 g/s at 4.5 K across a pressure drop of0.11 MPa. A dummy heat load of 315 W was simultaneously applied at 4.5 K, while HTSCL cooling gas was supplied at a temperature of43 K, a flow of 7 g/s and a pressure of 0.9 MPa.

 

 

“Excerpt from Fusion Engineering and Design, Vol 124/November 2017, K. Schaubel, A. Langhorn, S. Lloyd, Z. Piec, E. Salazar, J. Smith, The ITER Central Solenoid Module final test facility / 3.4. cryogenic system, Page 62, Copyright 2017, with permission from Elsevier.“ http://www.elsevier.com

Purchase link http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0920379617305458

An der advanceING, der schweizweit einzigen Karriere- & Weiterbildungsmesse für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik), treffen Ingenieure, Informatiker und technische Nachwuchskräfte auf renommierte Arbeitgeber, Bildungsanbieter und Recruiting-Experten.

Am 17. Oktober 2017 öffnete die advanceING in der Messe Zürich zum 5. Mal ihre Tore. Linde Kryotechnik nutzt seit Anbeginn die Möglichkeit die Professionals und Nachwuchstalente mit ingenieurwissenschaftlichem Hintergrund an einem Stand vor Ortzu empfangen.

Dr. Adrian Zenklusen präsentierte den Messebesuchern unser Unternehmen, stellte unser spannendes Tätigkeitsfeld und Produkte vor und gab den aufmerksamen Zuhörern einen Einblick in unsere Tätigkeit für eines der grössten Europäischen Forschungsprojekte, der European Spallation Source ESS in Lund, Schweden.

Dr. Adrian Zenklusen gibt Messebesuchern einen Einblick in unser Business

Ein weiteres Highlight des Messetags war die ‚Virtual Reality‘ Vorführung. Standbesucher tauchten mit Hilfe einer 3-D Brille in unsere L-Series Anlage und konnten sie lebensnah begehen und erkunden.

Den ganzen Tag informierten sich Besucher vom Hochschulabsolventen bis zum berufserfahrenen Spezialisten über die Möglichkeiten, welche die Linde Kryotechnik ihren hochqualifizierten Mitarbeitenden bietet. Es wurden Perspektiven aufgezeigt und zahlreiche interessante Gespräche geführt. Qualifizierte Kandidaten-Dossiers und Businesskarten wechselten den Besitzer und neue Synergien wurden geschaffen.

 

Das weltweit grösste Fusionsexperiment des Stellarator-Typs Wendelstein 7-X ist zum 2. Mal in Aktion. Der Stellarator läuft nach einer 15monatigen Abschaltphase wieder an, die der Ausstattung der Maschine für längere Pulse und höhere Heizleistung diente. Der nächste Schritt in einer kontinuierlichen Steigerung des Energieniveaus sowie der Betriebsdauer ist damit möglich.

Obwohl Wendelstein 7-X nicht dazu bestimmt ist, Energie zu produzieren, soll das Experiment beweisen, dass Stellaratoren für Kraftwerke geeignet sind. Zum ersten Mal soll die Qualität der Plasmaeinschliessung in einem Stellarator das Niveau der konkurrierenden Vorrichtungen des Tokamak-Typs erreichen. Nach und nach wird die Dauer der Entladungen gesteigert werden, bis in ein paar Jahren 30 Minuten erreicht werden sollen. Damit könnte überprüft werden, ob der grosse Vorteil des Stellaratoren-Typs möglich ist: der Dauerbetrieb.

Lesen Sie den Pressebericht in voller Länge auf der Homepage des IPP.

Lieferumfang der Linde Kryotechnik für das Wendelstein 7-X Projekt.

 

Dieses Video, das von US ITER in Zusammenarbeit mit General Atomics (GA) produziert wurde, beschreibt die Arbeit in den USA, um die ITER Zentralsolenoid herzustellen. Linde Kryotechnik stellte die Kälteanlage her, die von General Atomic im Magnet Technology Center in Poway gebraucht wird, um die Zentralen Solenoide bei 50 Kiloampère und 4 Kelvin zu testen.

Linde Kryotechnik lieferte am 18. August 2017 das Herzstück der Kälteanlage für den Beschleuniger der European Spallation Source ESS aus. Selbst für ein Grossprojekt wie das ESS gehörte der Gesamttransport mit den sportlichen Massen von 39 Meter Länge und 4,6 Meter Breite zu den grössten, die auf dem ESS-Gelände rangiert wurden.

Die Coldbox alleine mit 14 Meter Länge, 3,5 Meter Durchmesser, 4,7 Meter Höhe und 50 Tonnen Transportgewicht forderte bei jeglicher Bewegung heraus. Immer wieder verlangte sie nach neuen Dimensionen bzw. stiess an Grenzen, sei es beim Zusammenführen von Innenleben der Box und Aussenhülle oder beim Versand.

Beim Landtransport mussten Hindernisse wie z. B. Kreisel oder Schilder von einer vorauseilenden Mannschaft abgebaut und hinter dem Transport wieder aufgebaut werden, Häfen konnten nicht angesteuert werden, weil eine Entladung dieses Ausmasses die Hafenbestimmungen überschritten hätte. Es mussten Routen gefahren werden, bei denen der theoretische Abstand zwischen Unterführung und Transporter gerade noch 3 Zentimeter betrug.

Nach 15 Tagen erreichte der Transport via Basel, Gent und Göteborg seinen Zielort, das ESS in Lund, Schweden. Das Einbringen in die Halle benötigte einen ganzen Tag.
In den kommenden Monaten wird die Anlage installiert. Die Übergabe der Kälteanlage an das ESS ist für Herbst 2018 geplant.

Der zweite Auftrag des ESS, die Kälteanlage TMCP (Target Moderator Cryoplant), befindet sich in Bearbeitung.

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